Die älteste Menschenrechtsorganisation Österreichs wurde bereits 1926 als Teilorganisation der internationalen Föderation der Menschenrechtsligen gegründet. Schon damals traten humanistisch eingestellte Menschen verschiedener politischer Zuordnung und Berufsgruppen öffentlich für ihre Überzeugung ein, dass jeder Mensch in seiner Menschenwürde geschützt, und dass sich jeder Staat für die Einhaltung von klar definierten und international anerkannten Grundrechten des Menschen verpflichten muss.
Geschichte – Kontinuität
Die ersten Liga-Mitglieder waren somit Vordenker im Sinne der Menschenrechte und im Widerstand gegen Totalitarismus und Antisemitismus. 1934 wurde der Verein aufgelöst, viele der Liga-Mitglieder wurden während des Nationalsozialismus mit großen Repressalien konfrontiert, viele überlebten das Regime nicht. Die Wiedergründung der Österreichischen Liga für Menschenrechte 1946 stand ganz im Zeichen der Opfer des Nationalsozialismus und des Umganges mit der Vergangenheit. Das historische Bewusstsein ist der Österreichischen Liga für Menschenrechte geblieben. Sie erinnert immer wieder daran, dass Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eine ganz wesentliche Errungenschaft für dieses Land sind.