Österreichische Liga für Menschenrechte

01/10

Der Liga Salon im Concordia Club

Am 17. 09. 2019 fand im Presseclub Concordia der „Liga Salon“ statt. Unter dem Titel „Geschichte schreibt sich nicht von selbst…“ wurden die Forschungsarbeiten zur wechselvollen Geschichte der Österreichischen Liga der Menschenrechte präsentiert.

Nach einer spannenden Einleitung des Abends durch unser Vorstandsmitglied Terezija Stoisits, wurde die nun abgeschlossene Arbeit am Archiv bzw. dessen Rekonstruktion von einem Historikerteam um Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr vom Institut für Geschichte der Universität Wien vorgestellt.

Da es sich bei der bereits 1926 gegründeten Liga um die älteste Menschenrechtsorganisation Österreichs handelt (im Übrigen die Zweitälteste in Europa nach der französischen Liga der Menschenrechte) gibt es eine Fülle von Datenmaterial. Weiters konnten durch internationale Archiv-Funde bei anderen Ligen und zuletzt durch die freundliche Zurverfügungstellung von Privatarchiven ehemaliger Mitarbeiter der österreichischen Liga weitere Bestände gesammelt werden, die das bereits bestehende Archiv ergänzen und neue Einblicke liefern. Das Archiv befindet sich heute bei QWIEN – Zentrum für queere Geschichte und wird für eine öffentliche Nutzung vorbereitet. Der Historiker Thomas Tretzmüller gab am Ende des Abends Aufschluss darüber, nach welchen Kriterien die gesammelten Informationen zusammenfasst wurden und auf welche Weise sie zur Verfügung stehen werden. Auch die Präsidentin der Liga, Barbara Helige, begrüßte die Gäste des Salons und betonte in einem Statement die Bedeutung der Liga-Geschichte für die Arbeit der heutigen Liga.

Die anschließende Diskussion wurde durch die Anwesenheit unseres Vorstandsmitglieds Heinrich Neisser bereichert, der in seinen Ausführungen auf weitere spannende Aspekte im Zusammenhang mit aktuellen Grundrechtsfragen und Menschenrechten verwies. Weitere Liga-Salon-Termine sind in Planung.

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